Die eigenen Chancen auf dem Berufsmarkt erhöhen

Die Höhere Fachschule für Wirtschaft (HFW) in Aarau bietet dreijährige Ausbildungsgänge zum eidgenössischen diplomierten Betriebswirtschafter und zur eidgenössisch diplomierten Betriebswirtschafterin an. Das praxisorientierte Generalistenstudium öffnet Absolventen viele Türen und ist die ideale Voraussetzung für eine mittlere Kaderposition in der Privatwirtschaft.

(Bild: zVg) Boris Rohr, Studienleiter der Höheren Fachschule für Wirtschaft in Aarau HfW

(Bild: zVg) Boris Rohr, Studienleiter der Höheren Fachschule für Wirtschaft in Aarau HfW

Die eidgenössisch anerkannte Höhere Fachschule für Wirtschaft in Aarau ist seit 1993  die Kaderschmiede für Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, die sich zum dipl. Betriebswirtschafter HF und zur dipl. Betriebswirtschafterinnen HF weiterbilden möchten. Über 1000 erfolgreiche Absolventen zählt der Studienbetrieb bis heute. Darunter Christian Schetty, der als Privatkundenberater auf einer Bank arbeitete und dank der Ausbildung an der HFW in die Direktionsetage aufgestiegen ist. «Die HFW Aarau hat mir die Türen aufgestossen», sagt er. Buchhalterin Andrea Eckert konnte nach der dreijährigen Ausbildung eine Personalabteilung leiten. Der gelernte Elektromechaniker Thomas Jäger ist heute Chief Financial Officer bei dem führenden Engineering-Dienstleister INP Schweiz. Die HFW Aarau erhielt 2012 als einer der ersten öffentlichen Schulen im Kanton Aargau die eidgenössische Anerkennung ihrer Studiengänge durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie.

Dozenten mit viel Berufserfahrung
Das dreijährige Studium an der HFW Aarau ist berufsbegleitend und umfasst rund 2880 Lernstunden (davon ca. 1250 Lektionen im Klassenverband). Jeden Freitagnachmittag und an einem Abend pro Woche haben die Schülerinnen und Schüler einen halben Tag Unterricht im Gebäude des KV Aarau. Für wen ist die Ausbildung vor allem geeignet? «Für Leute, die ihre Chancen auf dem Berufsmarkt erhöhen wollen. Sei es, um ihre Position zu festigen, die sie bereits innehaben. Oder, um ins mittlere Kader aufzusteigen», sagt Studienleiter Boris Rohr. Aktuell hat die HFW acht Klassen mit 140 Studierenden. Der älteste Student ist 49, die jüngste Studentin 21. «Bei uns bekommen sie alles nötige Wissen, um eine Abteilung oder den Betrieb in einem KMU zu leiten», so Rohr, «das geht von Unternehmensführung über Marketing, Produktion, Beschaffung und Logistik, Personalwesen bis hin zu Rechnungswesen, Informatik, Privat- und Steuerrecht. Auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Selbst- und Sozialkompetenz ist Bestandteil des Studienplans.» 75 Dozentinnen und Dozenten unterrichten die insgesamt 30 verschiedenen Module; allesamt gestandene Berufsleute, die in den Gebieten, die sie an der HFW lehren, langjährige Erfahrung mitbringen. «Wir sind praxisorientierter als eine Fachhochschule», bekundet Rohr, «wenn die Dozenten schlecht sind, geht es auch der Schule schlecht. Die meisten unserer Lehrkräfte sind schon seit Jahrzehnten bei uns tätig.»

Vertiefungsstudien nach persönlichen Bedürfnissen
Wer wird in die HFW aufgenommen? «Das kommt auf die Vorbildung an. Jedes Dossier wird individuell angeschaut.» Wer nicht prüfungsfrei aufgenommen wird, muss eine Zulassungsprüfung machen. «Das ist keine Schikane», betont Rohr, «die Anwärterinnen und Anwärter bekommen damit Gewissheit, ob sie bereit sind für das Studium oder nicht.» Alle 12 Monate muss ein Qualifikationsverfahren absolviert werden. Rohr erzählt, dass die Durchfallquote im ersten Jahr normalerweise am höchsten sei. «Wer es nicht schafft, kann trotzdem weiterstudieren und nach einem halben Jahr die Fächer nochmals wiederholen, in denen er durchgefallen ist.» Am Anfang des 4. Semesters wählen die Studenten je nach beruflichen oder persönlichen Bedürfnissen eine Vertiefungsrichtung aus. Sei es im General Management, Marketing oder im Finanziellen Rechnungswesen. Die Studienkosten betragen 4150 Franken pro Semester. Davon übernimmt der Kanton 2000 Franken. Im zweiten oder dritten Jahr besteht die Möglichkeit eine geführte Studienreise nach China zu machen. Da finden Betriebsbesichtigungen, Workshops, Treffen mit dem Schweizer Botschafter, einem Korrespondenten von SRF und vieles mehr statt. Aber auch viele inländische Betriebe werden besucht. Zum Beispiel, um zu erfahren, welche Losgrösse in einer Produktion kostentechnisch am meisten Sinn macht. «Wir wollen nicht nur knochentrockene Theorie vermitteln, sondern sind mitten in den Feldern unterwegs, in denen sich die Studentinnen und Studenten später bewegen.» Am Schluss steht eine Diplomarbeit auf dem Programm.  Dabei geht es immer um ein konkretes Projekt, das von einer Firma in Auftrag gegeben wird. «Letztes Jahr haben unsere Studenten ein neues Konzept für den Logistikprozess zwischen Migros Aare und Chocolat Frey entwickelt, dank dem Kosten von 400’000 Franken eingespart werden konnten», zeigt sich Rohr stolz.

Beste Voraussetzungen für einen Karrieresprung
Die HFW ist auch eine ideale Brücke für diverse Nachfolgestudien. Die Schule selber bietet ein 15 Tage umfassendes Zusatzstudium Banking & Finance an. HFW-Absolventinnen und -Absolventen können nach dem Abschluss mit einer Passerelle ins 5. Semester des Bachelor Lehrgangs einsteigen. Ganz neu, und dem Engagement von Studienleiter Boris Rohr zu verdanken, kann man neben der Ausbildung zum Eidg. Dipl. Betriebswirtschafter HF auch noch die Berufsmaturität in das Studium integrieren. Dieses Angebot ist schweizweit einzigartig, fordert den Studierenden aber viel Engagement ab. Das ihnen aber später auch im Arbeitsleben zugutekommt. «Wir können niemandem garantieren, dass er nach unserer Ausbildung in eine Kaderposition schafft. Wer aber überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz zeigt und sich ein gutes Beziehungsnetz schafft, hat grosse Chancen, sein Traumziel zu erreichen.»

Ursula Burgherr

Die Höhere Schule für Wirtschaft ist ein eigenständiger Schulbetrieb und in den Räumlichkeiten der Handelsschule integriert.

KV Aarau
Bahnhofstrasse 46
5001 Aarau

Weitere Informationen:
Boris Rohr
Studienleiter
b.rohr@hkvaarau.ch
Barbara Schwab
Bereichsassistentin
b.schwab@hkvaarau.ch

Tel. 062 837 97 24
www.hkvaarau.ch

 

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